Singlekochen

  1. Als Single kochen? - Aber hallo!

    „Wie, du kochst für dich allein?“ Erstaunte Kulleraugen. Meine Singe-Freunde leben von der Hand in der Tütensuppe. Oder von der Kantine und Muttis Sonntags-Sauerbraten. Das ist einfach nur schade. Denn warum sollte man dem Menschen, den man ein ganzes Leben lang ertragen und versorgen muss, der einem der wichtigste überhaupt sein sollte, nicht etwas Gutes gönnen? Sich selbst!! Gesunde natürliche Küche, frisch zubereitet, so raffiniert & schmackhaft wie möglich und so nahrhaft wie nötig? Wo steht geschrieben, dass es sich erst lohnt, den Herd anzuwerfen, wenn ein ausgehungerter Wolf (sprich: Mann) und drei mäkelnde, magenknurrige Kids im Küchenhintergrund lauern? (Gilt natürlich auch für eine ausgezehrte Wölfin)

    Es muss nicht immer Kaviar sein!

    Aber manchmal macht er einfach Laune. Der Dichter Oscar Wilde war Zeit seines Lebens hoch verschuldet, obwohl er sich beträchtlicher Einnahmen erfreuen durfte. Ein Freund sprach ihn einmal indigniert darauf an, doch Wilde hatte eine plausible Erklärung: "Mit meinen Einnahmen kann ich gerade meinen Bedarf an Austern, Kaviar und Sekt decken. Aber ich muss ja schließlich auch meine Wohnung und mein Essen bezahlen." Aha! Sich ernähren und schlemmen sind also zwei Paar Stiefel, aber anders als Lebemann & Single Oscar Wilde verstehen wir es heute, beides genüsslich in Einklang zu bringen.

    Gabelfrühstück à la Oscar Wilde

    Man nehme:

    1. Kaviargipfel: Bio-Eier wachsweich kochen, Köpfe abschlagen und jeweils einen gehäuften Löffel feinen schwarzen Kaviar einträufeln. Mit 1 Spritzer Limone, 1 Prise frischem Pfeffer und 1 Dillzweig krönen. Aus der Schale löffeln!

    2. Lachstartar: Farblich umwerfend! Bio-Lachsfilet im TK-Fach anfrieren, in Scheiben teilen und mit einem hervorragenden Messer in kleine Stücke hacken. Mit einem Mix aus Meersalz, schwarzem Pfeffer, Chilipaste, winzig gehackten Schalotten, Cornichons & Dillspitzen, Himbeeressig tränken. Eine Handvoll Granatapfelkerne (oder geeiste Himbeeren) daruntermischen. Mit gebutterten Laugencroissants oder Blinis genießen.

    3. Blinis: Vorteig:10 g in 100 ml laufwarmer Milch aufgelöste Hefe mit 50 g Mehl (Weizen oder Buchweizen) und Prise Zucker vermengen. Kurz im angewärmten Ofen gehen lassen. Dann 400 ml Milch, 200 g Mehl zufügen, mit 3 Eigelben, Prise Salz zu einer Masse mischen. 3 steife Eiweiße zusammen mit 100 ml Schlagsahne unterheben. Noch einmal 1 Stunde gehen lassen. Teigplättchen von ca. 6 cm goldbraun in Butter ausbacken. Wenden, sobald sich erste Luftblasen im Teig zeigen.

    4. Pochierte Austern: Fischfond (aus dem Glas) mit 2 cl Vermouth abschmecken, reduzieren. Austern auslösen (Austernmesser), Austernwasser auffangen. Den reduzierten Fond mit einem Spritzer Austernwasser, 2 EL Crème fraîche, Pfeffer, trockenem Weißwein, Meersalz aufschäumen. Im erhitzten Austernwasser die ausgelösten Austern 2 Minuten lang sanft pochieren. In die leicht erwärmten leeren Austernschalen jeweils eine Auster und 2 EL Sauce füllen. Schalen auf einer mit Meersalz bestreuten Platte mit Limonen, Schnittlauch, Kaviarkrümeln anrichten.

    5. Oscar Wilde erwähnt Hummermayonnaise zwar nicht ausdrücklich, aber sie gibt den Kick. Fertig ausgelöstes TK-Hummerfleisch mit einer Zitronenmayo aus Öl, Eigelb, Cayennepfeffer, Steinsalz, Tabasco, Zitronenabrieb mischen.

    6. Was perlt im Glas? - Keine Frage! Champagner, Crémant, Cava, Winzersekt brut. Loirewein. Zum Abrunden: Wodka eiskalt.

    7. Dessert: In Orangenhonig und Sherry gebadete Mangospalten mit Schlagrahm.

    Purer Luxus für den Gaumen.

    Nun wird sich nicht jede/r Junggesellin/e diese Leckerei jeden Sonntag zum Frühstück verordnen. Aber gibt es etwas zu feiern oder kündigt sich Besuch an, der aus irgendwelchen Gründen über Nacht zu bleiben gedenkt ... ist diese kulinarische Preziose allemal eine Verführung wert.

    Geht doch: Das Küchen-Basislager des Single

    Vorurteile halten sich zäh. Demnach bevorzugen alleinkochende Männer Strammen Max, Spaghetti Bolognese, Fertig-Schnitzel, Burger, Dosengulasch. Auch ein großes Rindersteak, mit wenig Chi-Chi, aber reichlich Bratkartoffeln in die heiße Gusseisenpfanne geworfen, mache Mann glücklich. Frauen neigten zu Gemüsesuppen, Aufläufen, Sojaschnitzeln oder Hühnerbeinen. Die Rettung bei gähnendem Kühlschrank - die Liefer-Pizza - ist geschlechtsunabhängig. - Aber stimmt das auch?

    Allem Anfang wohnt ja bekanntlich ein Zauber inne. Das erste Single-Appartement, die ersehnte Dachwohnung mit Blick über grüne Baumwipfel oder auch nur zur nächsten S-Bahn-Trasse, die erste Küche einzurichten macht einfach riesig Spaß. Einige Grundwerkzeuge schenken wohlmeinende Freunde zum Einzug oder sind aus Mutters Küche stibitzt, andere sind Insignien des Erwachsenwerdens: der eigene Herd. Pott, Pfanne & Pfeffermühle.

    Der Geschäftssinn der Foodindustrie sorgt dafür, dass Singles genau wie in der Hotellerie mit Aufschlag bestraft werden. Natürlich ist die Familienpackung auch die günstigere. Ein extra-Tiefkühler über das obligatorische TK-Fach hinaus lohnt sich also. Bei Sonderangeboten zugreifen und die Hälfte einfrieren oder in anderer Form konservieren hilft sparen. Tante-Emma-Läden mit einem Angebot an loser Ware sind rar geworden, aber auch Supermarktketten entdecken mittlerweile den Single in sich.

    Handwerkszeug für die Junggesellenküche

    1. Eine gute Messerauswahl (für Brot, Gemüse, Fleisch, Feines) macht Sinn. Ein Wetzstahl ist ebenso wie ein Sparschäler kein Luxus.
    2. Töpfe in verschiedenen Größen gibt ‘s auch im Set.
    3. Pfannen nach Verwendung: Eine für Fleisch, eine kleinere für Eier, eine Schmorpfanne mit hohem Rand, eine Kasserolle mit Stiel und Deckel, ein Wok und/oder eine Grillpfanne? Später wird sich ein Bräter dazugesellen und ein Dampfgarer.
    4. Zum Aufbewahren: Kunststoff- und Glasschüsseln, Vorratsgläser.
    5. Ein großer Sieb für Gemüse/Salat/Pasta, ein kleinerer zum Passieren.
    6. Nützliche Utensilien, die sich im Nahkampf mit Zwiebeln, Gewürzen, Kräutern bewähren: Blickhacker, Pürierstab, Käsereibe, Pfeffermühle, Gemüsehobel, Knoblauchpresse, Gewürzmörser, Kartoffelstampfer, Schneidbrett und - Austernmesser (!).
    7. Für Enthusiasten: Küchenmaschine oder Mixer.

    Einmal angefangen, kann man meist nicht mehr die Finger davon lassen und vervollständigt mit wachsenden Kocherfolgen auch sein Küchenhandwerkszeug. Ausgewogene Junggesellenküche ist machbar. Erste Annäherung erfolgt meist über bewährte Pasta-Basics, die sich unendlich variieren lassen.

    Pasta mit Gemüse
    Lauchstangen (alternativ: grüner Spargel) vom härteren Grün befreien, in feine lange Streifen schneiden, in Butter und Olivenöl mit einer Prise Knoblauch andünsten. 2 EL Pinienkerne in Butter rösten. Spaghetti/Linguine in Salzwasser al dente kochen, abgießen, mit Laucht & Pinienkernen mischen. Einmal aufwallen lassen, ggfs. nachsalzen. Frisch geriebenen Parmesan, weißen Pfeffer und gehackte Petersilie darüber. Grundrezept für so gut wie alle Gemüse!

    Der Pastaküche ist nichts heilig: Pasta mit roter Linsencreme, mit Pesto, Sardellen, Thunfisch, Knoblaucholiven, Kräutern, getrockneten Tomaten oder Steinpilzen, Schinkenstreifen, Speck und Erbsen, Venusmuscheln und eingelegten Paprikas, Haselnüssen und Morcheln, gehackten Eiern, Fleischstreifen oder Gambas ... oder der Klassiker schlechthin: Frische Bandnudeln mit Parmesan, Knoblauch, Petersilie, Olivenöl. Ähnlich harmonisch-vielseitig verbinden sich Reis, Couscous, Hirse, Hülsenfrüchte (Linsen, Bohnen, Erbsen) mit Gemüsen, Fleisch, Fisch und Meeresfrüchten.

    Einkaufen nach Plan

    Kochende Junggesellen genießen Vorteile: Sie können sich unverarbeitete lose Lebensmittel von besserer Qualität in Miniportionen leisten, Frischware, keine eingeschweißten Familiengrößen. Also an der Frische-Theke kühn 40 g edelsten hauchdünnen Parmaschinken, 2 Scheiben Bio-Räucherforelle oder 30 g Trüffelleberpastete ordern und zusehen, wie die Verkäuferin rot anläuft.

    Die Single-Vorratskammer besteht aus salzig, fettig, süß, sauer, scharf, bitter und bunkert Zutaten, die die Abschussrampe für eine Vielzahl schneller Gerichte bilden.

    1. Getreide (Haferflocken, Mehl, Müsli, Reis, Polenta, Hirse, Couscous, Teigwaren, Vollkornbrot, Knäcke)
    2. Hülsenfrüchte (Linsen & Co)
    3. Fette (Kaltgepresste Pflanzenöle, eines mit hohem Rauchpunkt wie Rapsöl und eines für Salate u.a. - hochwertiges Olivenöl und/oder Walnussöl. Butter, Ghee, haltbare Schlagsahne, Bio-Margarine, Rahm)
    4. Dosenfutter (Tomaten, Fisch & Sardinen, Oliven, Kokosmilch, Obst, Saucen, eingelegte Gemüse, Saures)
    5. Gewürze (Meersalz/Steinsalz, ganze Pfefferkörner, verschiedene Essige, Gemüse-, Rinder-, Hühnerbrühen, Trockenkräuter und -pilze, Basisgewürze in kleinen Mengen, Gewürzsaucen, Chili- & Currypasten). Soßenbinder, Kartoffelpüree.
    6. Basis-Gemüse (Kartoffeln, Zwiebeln, am Küchenfenster selbst gezogene Kräuter, Tomaten, Wurzelgemüse, Zitronen, Knoblauch, Ingwer)
    7. Haltbares (Hartkäse, Frischkäse, Mozzarella, Salami, Rohschinken, Eier, Milch- und Sojaprodukte)
    8. Aus der Tube (Senf, Mayo, Meerrettich, Tomatenmark, Sardellenpaste, Knoblauch, Kapern, Pesto)
    9. Süßes (Rohrohrzucker, Agavendicksaft oder Stevia, Bitterschoko, Honig, Ahornsirup, Haferkekse, Bio-Erdnussmus, Bio-Fruchtaufstrich)
    10. Nervenfutter (Mandeln, Hasel- und Walnüsse, Sesamsamen, Pinien- und Kürbiskerne, Kokosraspeln, Trockenobst)
    11. Als TK-Vorrat liegen Bio-Geflügelteile, Gambas, Minipizzen, Fischfilet, Baguette, Focaccia, Mini-Eistüten, Erbsen, Spargel, Spinat, Waldbeeren, Pilze auf Eis. TK-Fertiggerichte nur im Ausnahmefall, da man trotz Deklaration nie einschätzen kann, wie stark diese mit künstlichen Zusätzen (sowie Fett, Zucker) aufgepeppt sind, auf die auch Singles verzichten können.
    12. Hochprozentiges: Außer für Abstinenzler - ein kleiner Vorrat an Rot- und Weißwein, Portwein oder Madeira, Sherry und Edelbrand schadet keiner Küche.

    Peu à peu macht ein wachsender Grundstock zunehmend kühner. Aus einem clever sortierten Vorrat lassen sich rasch kleine Gerichte zaubern - Eier in Senfsauce, Rührei mit Gambas, Bratkartoffeln mit Speck, Tortillas oder pikante Ciabattas.

    Mediterranes Ciabatta
    Ciabatta im Ofen anwärmen. Die Vorräte plündern und eingelegte Tomaten, Paprika, Cornichons Oliven, Kapern bunt gemischt in kleine Stücke hacken. Frische halbierte Kirschtomaten und Paprikastreifen dazu. Mit fKräutern, Zitronensaft, Olivenöl, Pfeffer würzen. Die Masse auf das halbierte gebutterte Ciabatta streichen, zuklappen, in Stücke schneiden. Super zu kaltem Rosé.

    Eier in Senfsauce
    Hart gekochte Eier abschrecken, pellen, halbieren. In 10 g zerlassener Butter 1 EL Mehl hellgelb erhitzen. Nach und nach 125 ml Gemüsebrühe zufügen, durchschlagen. 10 Minuten kochen lassen, dann je 1 TL mittelscharfen und körnigen Senf und am Schluss 1 EL Sauerrahm oder Frischkäse einrühren, mit Estragon, Pfeffer, Salz abschmecken. Dazu Stampfkartoffeln!

    Kartoffelpüree
    Mehlige Kartoffeln mit Msp. Salz 15 Minuten in Stücken garen, abgießen, durch die Presse drücken oder zerstampfen. Mit heißer Butter und Milch zu einer Masse verrühren, mit Muskat, Salz, weißem Pfeffer würzen.

    Speckpfannkuchen
    Teig aus 75 g Mehl, 1 Ei, 125 ml Milch und Salz verrühren, einen Schuss Mineralwasser zufügen, quellen lassen. In einer heißen, gefetteten Eisenpfanne Baconstreifen (o. Serrano) kross anbraten. Wenden, dabei den Teig dünn aufgießen. Auf beiden Seiten goldgelb ausbacken, mit Schnittlauch bestreuen.

    Chefsache: Planen und Verwerten

    Am Wochenende ist die Zeit reif für ein aufwändigeres Schmorgericht oder Geflügel. Da ein gelungener Braten Hingabe und Geduld, aber auch ein ordentlich großes Stück Fleisch verlangt, reicht es für mehrere Male. Bratenreste einfrieren, mit einem schönen Blattsalat kalt genießen oder einem Nudelsalat Schliff geben. Ein gut geplanter Wocheneinkauf wird mit aktuellen Frischkost-Einkäufen ergänzt. Gute Planung schont das Budget, Einkaufslisten verhindern Spontankäufe und bloß nicht mit knurrendem Magen in den Supermarkt einfallen! Dabei bleibt immer noch Spielraum für Sonderangebote und saisonale Highlights.

    Alles an seinem Platz

    1. Oben ist es im Kühlschrank am wärmsten - hier liegen vorgekochtes Essen, Kompott, Geräuchertes.
    2. Im mittleren Fach fühlen sich Milchprodukte bestens aufgehoben.
    3. Direkt über dem Gemüsefach fröstelt ‘s, hier liegen Fleisch, Frischwurst, Fisch (in Pergament, Vorratsdosen)
    4. Im Gemüsefach haben es Salate, Beeren, frische Kräuter gut. Nicht allen Gemüsen bekommt Kälte: Zwiebeln & Kartoffeln lieben es temperiert, Auberginen, Gurken, Tomaten, Paprikaschoten verlieren gekühlt an Aroma. Exoten (Mango, Banane, Ananas) brauchen Zimmertemperaturen.

    Was Singles so anrichten

    Kocheleven konzentrieren sich am besten auf bestimmte Grundzubereitungen und legen nach und nach die Messlatte höher. Dabei wächst ganz von selbst die Lust an Experiment und Perfektionierung. Gemüse sprießen dabei an vorderster Front:

    Blattsalate
    Lassen sich wunderbar mit allerlei Ingredienzien zu einer sättigenden Mahlzeit aufwerten. Tipp: Basis-Vinaigrette auf Vorrat in einem verschlossenen Behälter kühl aufbewahren. Ebenso vorgekochte Eier/Kartoffeln/Nudeln.

    Gratiniertes Gemüse
    Kommt nie aus der Mode. Spargel, Chicoree, Lauch, Mangold oder Spinat kurz blanchiert in eine gebutterte Auflaufform legen, mit Schinken belegen, mit einer Sauce aus Eigelb, Rahm, Käse, Semmelbröseln oder mit Tomaten überbacken, mit einem Spritzer Zitrone genießen. Schlanker Tipp: Grünen Spargel mit Serrano umwickeln, mit Parmesan pudern und 5 Minuten überbacken. Prima auch mit Datteln, Kürbisspalten, Chicoree, Mangosstreifen...

    Gemüsesuppe
    Bietet die ganze Palette. In einer hohen Kasserolle gehackte Schalotten, Ingwer und/oder Knoblauch, ggfs. mit Speckwürfelchen anschwitzen, mit Gemüsebrühe aufgießen. Klein geschnittene saisonale Gemüse nach Kochdauer sukzessive zufügen und köcheln. Kräuter darüber, abschmecken, Hauch Parmesan oder Schafskäse, Zitrone - fertig! Bei mehr Appetit verdickt man mit Kartoffeln, weißen Bohnen, Nudeln.

    Gemüse- oder Fleischcurry
    Currypaste, Schalotten, Ingwer in Olivenöl anrösten, Blumenkohlröschen (oder Geflügelfleischstreifen) darin anschwitzen, würzen, mit Brühe und Kokosmilch angießen, Handvoll Trockenaprikosen oder -pilze zufügen, schmurgeln lassen. Süß-sauer abschmecken. Ggfs. Kokosflocken oder salzige Erdnüsse darüber streuen. Funktioniert mit allen Gemüsen, Fleisch/Fischsorten, Tofu.

    Fleisch/Fisch im Gemüsebett
    Genial simpel. Im Wok gehackten Ingwer in heißem Öl anbraten, darin Fleischstücke (Entrecote, Kalbskotelett, Schweinesteak, Hühnerbrust, Lammhaxenfleisch, Kassler) kross rösten, herausnehmen, warm stellen. Im verbliebenen Fond saisonales Gemüse in mundgerechten Stücken andünsten, gut würzen. Fleischstücke auf das Gemüse legen, Kräuter, Lorbeerblatt und Bio-Zitronenscheiben obenauf, geschlossen fertig garen. Bei Fisch Garzeiten und Gemüsesorten der zarteren Konsistenz anpassen.

    Sonntagsbraten: Kalb klassisch
    Kalbfleisch (Schulter, Brust, Keule) mit Salz, Pfeffer, Rosenpaprika, Ingwer würzen, in heißem Ghee von allen Seiten rösten. Herausnehmen, gemeinsam mit je 2 Tomaten, Schalotten, Karotten & frischem Salbei im Rohr langsam unter moderatem Zugießen von Brühe mürbe garen. Kurz übergrillen. Dazu: Leipziger Allerlei aus Erbsen, Bohnen, Spargelspitzen, Estragon, Krebsfleisch (TK).

    Turbo-Dessert
    Vollfettes Joghurt natur mit Vanillesirup süßen, mit Himbeeren mischen, in Schalen auf zerbröselten Ingwerkeksen und kandierten Haselnüssen anrichten. Mit Bio-Himbeermark krönen. Variante: Quarkcreme mit Lemoncurd & Orangenfilets.

    Was beweist, dass kein Single darben oder auf die Freude verzichten muss, sich selbst mit einer frisch zubereiteten Mahlzeit zu verwöhnen. „Essen ist das einzige Vergnügen, für das man nie zu alt wird...“ Wer hat's gesagt? Keine Ahnung! Das könnte man jedem Gourmet in den Mund legen.

    Dann mal die Messer gewetzt!

    Und demnächst? In Folge zwei gehen wir einen Schritt weiter und stellen Single-Kochen vor, das die höheren Weihen anstrebt. Außerdem heben wir die Topfdeckel in Küchen, in denen für mehr als 2 Personen gekocht wird und schauen, was Kindern am besten schmeckt.

    Text: Sigrid Jo Gruner/MissWord!/ KochForm

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